Viele Menschen – und sicher nicht nur die Bauern – machen sich jedes Jahr auf den Weg, um bei den alljährlichen Bittgängen Gott um gedeihliches Wetter und eine gute Ernte zu bitten. Die Bittgänge der ländlichen Pfarreien sind viele Jahrhunderte alt, um im Frühjahr für das Wachstum der Saat den Segen Gottes zu erbitten. Wenn auch heute eine Missernte nicht mehr wie früher eine Hungersnot bedeutet, so ist doch der Landmann ganz besonders auf den Segen Gottes für seine Mühe und Arbeit angewiesen. Aber auch die zahlreichen anderen Teilnehmer an den Bittprozessionen beten für mannigfache Anliegen und für das menschliche Schaffen allgemein. So sind wir in unserer modernen Zeit immer noch Gläubige auf dem Weg zum gemeinsamen Gebet.