Aschermittwoch

Der Aschermittwoch ist ein wichtiger Tag im christlichen Kalender. Er markiert den Beginn der Fastenzeit, die 40 Tage dauert und bis Ostern führt (die Sonntage werden dabei nicht mitgezählt).

Bild: Christoph Buchinger/www.pfarrbriefservice.de

Religiöse Bedeutung

Im Gottesdienst bekommen viele Gläubige ein Aschenkreuz auf die Stirn oder die Asche wird auf den Kopf gestreut. Dabei spricht der Priester Worte wie:

  • „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst“ oder
  • „Kehre um und glaube an das Evangelium.“

Die Asche stammt traditionell aus den verbrannten Palmzweigen des vorherigen Palmsonntags. Sie steht für Vergänglichkeit, Demut und Neuanfang.

Was bedeutet Fasten für Erwachsene?

Für Erwachsene geht es weniger um strenge Regeln, sondern um bewusste Entscheidungen. Fasten soll helfen,

  • den Alltag zu entschleunigen,
  • Gewohnheiten zu hinterfragen,
  • Körper, Geist und Seele neu auszurichten.

Worauf wird gefastet?

Das ist individuell verschieden. Klassische und moderne Formen sind zum Beispiel:

  • Essen & Trinken: weniger Süßes, kein Alkohol, kleinere Portionen
  • Genussmittel: Kaffee, Fleisch, Zucker
  • Konsum: kein Shopping, weniger Geld ausgeben
  • Medien: weniger Handy, Social Media oder Fernsehen
  • Gewohnheiten: Jammern, Stress, negatives Denken

Warum fasten Erwachsene?

  • Spirituell: Nähe zu Gott, Gebet, Besinnung
  • Gesundheitlich: bewusster essen, neue Routinen entwickeln
  • Psychisch: Selbstdisziplin stärken, Klarheit gewinnen
  • Sozial: Solidarität mit Bedürftigen, Spenden, Zeit schenken

Aschermittwoch –
einfach für Kinder erklärt

Der Aschermittwoch ist ein besonderer Tag für Christen. Er kommt nach dem Karneval und ist der Start der Fastenzeit.

Was passiert an Aschermittwoch?

In der Kirche bekommen manche Menschen ein kleines Kreuz aus Asche auf die Stirn.

Die Asche erinnert daran:

  • Alles auf der Welt ist nicht für immer
  • Jeder Mensch darf neu anfangen

Was bedeutet Fasten?

Fasten heißt: Man verzichtet freiwillig auf etwas, zum Beispiel:

  • weniger Süßigkeiten
  • weniger Fernsehen oder Tablet
  • keine Videospiele unter der Woche
  • seltener schimpfen oder streiten

Was ist genauso wichtig wie Verzicht?

Fasten heißt auch:

  • anderen helfen
  • teilen
  • Danke sagen
  • Zeit für Familie und Freunde haben

Warum macht man das?

Die Fastenzeit hilft dabei,

  • über sich selbst nachzudenken
  • sich auf Ostern vorzubereiten

Beispiele für die Familie in der Fastenzeit:

 Gemeinsames Fastenprojekt

Verzichtet zusammen auf etwas, das ihr sonst oft macht:

  • Süßigkeiten
  • Bildschirmzeit am Abend

Jede Woche könnt ihr darüber sprechen, wie es klappt und was ihr dabei fühlt.

 Wochenend-Familienaktion

Nutzt ein oder zwei Wochenenden für besondere Aktivitäten:

  • Besuch im Tierpark oder Museum
  • Spaziergang mit evtl. Picknick

Gesprächsrunden am Abend

Setzt euch gemütlich zusammen und redet über Fragen wie:

  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Was hat mir heute gutgetan?
Bild: Rosalia Rodrigues/In: Pfarrbriefservice.de