Die Heilige Barbara

Am 4. Dezember ist Barbaratag. Macht euch doch als Familie auf die Spuren der heiligen Barbara und entdeckt, was dies mit Hoffnung und Trost zu tun hat.

Der 4. Dezember erinnert uns an die Heilige Barbara – eine Frau, die im dritten Jahrhundert in der heutigen Türkei lebte. Sie wird verurteilt, weil sie anders glaubt als die anderen. Sie glaubt an Jesus. Auf dem Weg ins Gefängnis bleibt sie mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen. Sie steckt ihn in ihr Trinkgefäß. An dem Tag als sie getötet wird, blüht der Zweig auf. Sie muss eine besondere Frau gewesen sein, denn schon bald nach ihrem Tod verehrten sie die Menschen. Und die Kirche hat sie heiliggesprochen. Alle, die Barbara oder Bärbel heißen, haben an dem Tag Namenstag.

Die Geschichte der heiligen Barbara –
für Kinder erzählt

Vor langer, langer Zeit lebte in einer fernen Stadt eine junge Frau namens Barbara. Sie war klug, fröhlich und hatte ein sehr gutes Herz. Barbara staunte oft über die Schönheit der Welt – über die bunten Blumen, die funkelnden Sterne und darüber, wie wunderbar alles zusammenpasste.

Barbaras Vater war jedoch ein sehr strenger Mann. Er wollte seine Tochter vor allem beschützen und ließ sie deshalb kaum aus dem Haus. Barbara hätte so gerne andere Menschen getroffen, ihnen geholfen und die Welt entdeckt, doch ihr Vater erlaubte es nicht.

Eines Tages ließ Barbaras Vater ein großes Türmchen für sie bauen. Dort sollte sie wohnen, damit ihr nichts passieren konnte. Aber für Barbara fühlte sich das eher wie ein Gefängnis an. Trotzdem versuchte sie, fröhlich zu bleiben und jeden Tag etwas Gutes zu tun.

Barbara glaubte fest daran, dass Gott sie liebte und immer bei ihr war. Sie betete oft und spürte eine große Hoffnung in ihrem Herzen. Als ihr Vater einmal unterwegs war, ließ Barbara am Turm drei Fenster einbauen – als Zeichen für ihren Glauben und dafür, dass niemand Licht und Liebe einschließen kann.

Als ihr Vater zurückkam und die drei Fenster sah, wurde er sehr wütend. Barbara erklärte ihm, dass sie an Gott glaube. Doch er wollte das nicht akzeptieren. Die beiden stritten, und Barbara wurde schließlich zu einem Richter gebracht. Doch egal, wie sehr man sie drängte – Barbara blieb mutig und hielt an ihrem Glauben und ihrer Liebe fest. Auf dem Weg blieb ein Zweig an ihrem Kleid hängen.

Man sagt, dass Barbara schließlich in den Himmel kam und der Zweig zu blühen anfing. Dort wurde sie von Gott getröstet und mit offenen Armen empfangen. Weil sie so viel Mut hatte, wurde sie eine Heilige – die heilige Barbara, die Patronin der Bergleute, der Feuerwehrleute und aller Menschen, die Schutz brauchen.

Viele Menschen erinnern sich heute am 4. Dezember, ihrem Gedenktag, an sie. Man stellt Barbara-Zweige ins Wasser – meistens Zweige von Kirschbäumen. Wenn sie an Weihnachten blühen, sollen sie uns daran erinnern, dass Hoffnung selbst in schweren Zeiten aufblühen kann.

Aktionen für die Familie:
Barbarazweige selbst schneiden

Nehmt eine Gartenschere und geht gemeinsam in euren Garten oder auf eine Wiese. Sucht euch einen schönen Baum oder Strauch (Obstbäume, Weiden und Forsythien eignen sich gut). Schneidet euch einen Zweig von ab und steckt ihn zu Hause in eine Vase. Beobachtet nun die nächsten Wochen bis Weihnachten, wie sich der Zweig verändert und hoffentlich an Weihnachten dann blüht.

Bild: Christian-Schmitt/www.pfarrbriefservice.de