Pfingsten –
Erinnerung an das Kommen des Heiligen Geistes

Was wird gefeiert?

Pfingsten ist eines der drei großen Feste im Kirchenjahr – neben Weihnachten und Ostern. Es wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert (daher auch der Name „Pfingsten“ von griechisch pentēkostē = der fünfzigste Tag).

Biblischer Ursprung:
Pfingsten erinnert an das Kommen des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu, wie es in Apostelgeschichte 2 beschrieben wird. Die Jünger hatten sich nach Jesu Himmelfahrt zurückgezogen, aus Angst und Unsicherheit. Doch an diesem Tag, während sie beisammen waren, erlebten sie eine tiefgreifende geistliche Erfahrung:
Ein Brausen erfüllte den Raum, „Zungen wie von Feuer“ erschienen, und sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie begannen, in verschiedenen Sprachen zu sprechen – sodass Menschen aus aller Welt sie verstanden. Dies gilt als die Geburtsstunde der christlichen Kirche.

Theologische Bedeutung

  • Heiliger Geist: Pfingsten feiert das Geschenk des Heiligen Geistes – also Gottes Wirken im Inneren der Menschen. Der Geist befähigt zur Gemeinschaft, zum Glauben, zur Verkündigung und zum mutigen Handeln.
  • Kirchengründung: Ohne Pfingsten gäbe es keine Kirche. Die ängstlichen Jünger werden zu mutigen Zeugen. Aus einer kleinen Gruppe von Nachfolgern wird eine weltweite Bewegung.
  • Einheit in Vielfalt: Die vielen Sprachen stehen symbolisch für die universelle Botschaft des Evangeliums. Christlicher Glaube kennt keine Grenzen von Herkunft, Sprache oder Kultur.

Bild: Erzbistum Köln, Jonas Heidebrecht/Pfarrbriefservice.de

Die Geschichte von Pfingsten –
kindgerecht erzählt:

Die Freunde von Jesus, die Jünger, waren nach seinem Tod und seiner Auferstehung oft traurig und unsicher. Jesus war zwar auferstanden, aber dann in den Himmel zurückgekehrt. Die Jünger fühlten sich allein und wussten nicht, was sie tun sollten.

Dann geschah etwas Besonderes:
An einem Tag saßen sie zusammen in einem Haus, da hörten sie plötzlich ein lautes Brausen, wie von einem starken Wind. Dann sahen sie etwas wie kleine Feuerflammen, die sich auf alle setzten – aber niemand wurde verbrannt. Das war der Heilige Geist, den Gott ihnen schickte.

Auf einmal hatten sie Mut. Sie gingen nach draußen und erzählten allen Menschen von Jesus – in vielen verschiedenen Sprachen, die sie vorher gar nicht sprechen konnten! Die Menschen waren erstaunt und viele wollten auch an Jesus glauben. So entstand die erste christliche Gemeinschaft – die Kirche.

Gespräch mit den Kindern:

Der Heilige Geist ist wie der Wind

Du kannst den Wind nicht sehen, aber du merkst, wenn er da ist – wenn er deine Haare bewegt oder die Blätter tanzen lässt.
So ist der Heilige Geist auch: Unsichtbar, aber spürbar – er bewegt etwas in uns.

Der Heilige Geist gibt gute Ideen

Wenn du plötzlich weißt, wie du einem Freund helfen kannst oder wie du einen Streit lösen kannst, kann das der Heilige Geist sein.
Er hilft uns, das Richtige zu tun.

Der Heilige Geist macht mutig und freundlich

Wenn du dich traust, jemandem zu sagen: „Ich hab dich lieb“ oder „Ich helfe dir“, obwohl du dich vorher nicht getraut hast – das kann der Heilige Geist sein.
Er gibt Mut und Liebe.

Der Heilige Geist ist wie ein Licht in uns

Stell dir vor, du bist traurig oder verwirrt – und dann wird dir plötzlich ganz warm ums Herz oder du bekommst Hoffnung.
Der Heilige Geist schenkt Trost und zeigt dir den Weg.

Der Heilige Geist schenkt besondere Gaben

Manche Menschen können gut trösten, andere gut zuhören oder Dinge erklären.
Diese Gaben, sagt die Bibel, schenkt der Heilige Geist – damit wir einander helfen können.

Gespräch über Gaben, die jeder von uns hat

Gemeinsames Entdecken der Gaben, die jeder in der Familie hat.

Bastelanleitung Windrad

von Wind ist eines der zentralen Symbole an Pfingsten. Aber warum eigentlich? Wir basteln heute ein Windrad aus Papier. In der Andacht hören wir, was es mit dem Wind um Pfingsten auf sich hat.

Hier geht’s zur Bastelanleitung >>