Bittgänge
16. Dezember 2024: Mitten unter uns

Wo zwei oder drei
in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)
Mitten unter uns.
Vor zweitausend Jahren in Nazareth,
mit Maria und Josef.
Auch heute ist Jesus da,
als Auferstandener
ist er auch heute unter uns …
Jesus möchte bei den Menschen sein,
teilhaben an ihren Gedanken und Plänen,
an ihren Sorgen und Freuden …
Er, der die Welt kam,
wollte immer bei uns bleiben
und uns so all das schenken,
was Weihnachten ausmacht:
Wärme, Hoffnung, Licht, Frieden.
(Die große Sehnsucht unserer Zeit, CL, S. 382)
17. Dezember 2024: Das Fundament
Das Fundament unseres Glaubens

Bild: Martin Manigatterer/In: Pfarrbriefservice.de
„Jeder der meine Wort und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“.
Auf das Fundament kommt es an. Das Fundament unseres Glaubens wurde bei den meisten von uns bereits in der Kindheit gelegt. Danach haben wir immer weiter am Haus unseres Glaubens gebaut. Die Adventszeit bietet die Gelegenheit, einmal zu den Ursprüngen zurückzublicken. Wie stabil ist das Fundament meines Glaubens? Ist es noch so tragfähig wie eh und je, oder kam es im Lauf der Zeit ins Bröckeln? Welche Steine konnte ich in den zurückliegenden Jahren sammeln, um die ich mein Fundament heute vielleicht erweitern kann, damit das Haus meines Glaubens auch für die Zukunft gewappnet ist? (Mt 7,24)
Ein Gebet für den Tag:
Jesus, ich möchte mich sicher fühlen, wenn ich von dir spreche. Hilf mir, dich ehrlich zu bezeugen – besonders dann, wenn es stürmt und vor Zweifel alles einzustürzen droht.
18. Dezember 2024: Ein Stern

Im Dunkel
entdeckt
Jede FinSTERNis birgt einen Stern.
Andrea Wilke, In: Pfarrbriefservice.de
19. Dezember 2024: Der Zug, die Zeit

Ein Reisender käme nie, auf die Idee,
im Zug auf und ab zu gehen,
um schneller anzukommen,
sondern er bleibt an seinem Platz.
So müssen auch wir
fest in der Gegenwart bleiben.
Der Zug, die Zeit,
geht von allein weiter.
Leben wir einen Augenblick
nach dem anderen,
bis wir ans Ziel kommen.
Lieben wir im Jetzt
Gott und seinen Willen
mit ganzem Herzen,
ganzer Seele
und mit all unserer Kraft
und erfüllen wir so sein Gebot.
(Chiara Lubich, Die große Sehnsucht unserer Zeit, Verlag Neue Stadt, S. 61)
20. Dezember 2024: Zuhören lernen

Bild: Stanislaus Klemm; In: Pfarrbriefservice.de
Als Frère Roger in Taizé einmal vom Kardinal von Lyon gefragt wurde, was er an seiner Stelle als Bischof täte, antwortete er ganz vorsichtig, er würde sich, soweit möglich, in die Kathedrale setzten und den Menschen, die kommen, zuhören.
Von Maria will ich dieses geduldige Zuhören lernen – zuhören, bis man das in sich selbst und im anderen berührt, was alles Begreifen übersteigt:
DEN FRIEDEN CHRISTI.
(Schlüsselbegegnungen – aus dem Leben eines Priesters, Jakob Paula, 2007, S. 76)
21. Dezember 2024: Noch einmal ein Weihnachtsfest

Noch einmal ein Weihnachtsfest,
immer kleiner wird der Rest,
aber nehm ich so die Summe,
alles Grade, alles Krumme,
alles Falsche, alles Rechte,
alles Gute, alles Schlechte –
rechnet sich aus all dem Braus
doch ein richtig Leben heraus.
Und dies können ist das Beste
wohl bei diesem Weihnachtsfeste.
Theodor Fontane
Bild: Christiane Raabe; pfarrbriefservice.de
22. Dezember 2024: Bereitet dem Herrn den Weg

„Bereitet dem Herrn den Weg!
Ebnet ihm die Pfade!“
(Markus 1,39)
Er, der vor zweitausend Jahren
in die Geschichte eingetreten ist,
möchte heute in unser Leben eintreten.
Doch in unserem Innern
steht ihm manches im Weg,
mancherlei „Berge“ sind abzutragen:
Wünsche und Anhänglichkeit,
die dem Willen Gottes zuwiederlaufen;
das Verlangen zu reden,
wenn es besser wäre zu schweigen;
der Wunsch zu schweigen,
statt das Wort zu ergreifen;
das Verlangen, sich zu behaupten,
kleine Rachegelüste
oder andere ungute Gedanken …
wenn wir uns mit neuer Entschlossenheit
für das öffnen,
was Gott im Augenblick von uns will,
können wir ihm einen Weg bereiten.
(Chiara Lubich, Die große Sehnsucht unserer Zeit, Verlag Neue Stadt, S. 379)
23. Dezember 2024: Unsere Liebe zu Gott

Legen wir in alles unsere Liebe hinein:
in das Lächeln, dass wir schenken können,
in die Arbeit, die wir zu tun haben,
in unser Verhalten im Straßenverkehr,
in die Vorbereitung des Essens,
ins zusammenlegen eines Kleidungsstücks,
in das Planen, einer Unternehmung,
in die Tränen, die wir vergießen
für Christus in unseren leitenden Mitmenschen,
in das Spielen eines Instruments,
in den Artikel oder den Brief,
den wir schreiben müssen,
in das Feiern eines Festes …
Alles, wirklich alles
kann Ausdruck unserer Liebe zu Gott
und zu den Mitmenschen werden.
Alles ist uns,
unseren Händen und Herzen anvertraut,
damit wir die frohe Botschaft
in die Welt tragen.
(Chiara Lubich, Die große Sehnsucht unserer Zeit, Verlag Neue Stadt, S. 54)
24. Dezember 2024: BETHLEHEM UND GOLGATHA
Er ist in Bethlehem geboren,
der uns das Leben hat gebracht,
und Golgatha hat er erkoren,
durchs Kreuz zu brechen Todes Macht.
Ich fuhr vom abendlichen Strande hinaus,
hin durch die Morgenlande;
und Größeres ich nirgends sah
als Bethlehem und Golgatha.
Wie sind die sieben Wunderwerke
der alten Welt dahingerafft,
wie ist der Trotz der ird’schen Stärke
erlegen vor der Himmelskraft!
Ich sah sie, wo ich mochte wallen,
in ihre Trümmer hingefallen,
und steh’n in stiller Gloria
nur Bethlehem und Golgatha.
O Herz, was hilft es, dass du kniest
an seiner Wieg‘ im fremden Land!
Was hilft es, dass du staunend siehst
das Grab, aus dem er längst erstand!
Dass er in dir geboren werde
und dass du sterbest dieser Erde
und lebest ihm, nur dieses ja
ist Bethlehem und Golgatha.
Friedrich Rückert
Heilige Drei Könige 2023
Die drei Weisen aus dem Morgenland
Auch in unserer Pfarreiengemeinschaft waren die Heiligen Drei Könige unterwegs und für das Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ im Einsatz. Der Schutz dieser Kinder steht im Fokus der diesjährigen Dreikönigssingen-Aktion. Insgesamt besuchten knapp 100 „Königinnen und Könige“ die Pfarreien unserer Pfarreiengemeinschaft. An dieser Stelle sagen wir euch allen „herzlich Danke“, dass ihr euch auf den Weg gemacht habt.
Weltweit leiden Kinder unter Gewalt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich eine Milliarde Kinder und Jugendliche physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind – das ist jedes zweite Kind. Diese schweren Verletzungen des Kinderschutzes kommen in allen gesellschaftlichen Schichten und in allen Ländern vor. Insbesondere Kinder armer Regionen und Kinder in Notsituationen werden zudem Opfer von organisierter Kriminalität und systematischer Ausbeutung. Diese leidvollen Erfahrungen verletzen die Jungen und Mädchen körperlich und seelisch nachhaltig. Umso wichtiger ist es, Kinder von klein auf zu schützen.
Einsatz des Projektpartners ALIT in Indonesien
Weltweit setzen sich die Projektpartner der Sternsinger dafür ein, dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen können, dass sie Geborgenheit und Liebe erfahren und ihre Rechte gestärkt werden. In Asien, der Schwerpunktregion der Sternsingeraktion 2023, zeigt das Beispiel der ALIT-Stiftung in Indonesien, wie mit Hilfe der Sternsinger Kinderschutz und Kinderpartizipation gefördert werden. Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützt ALIT an mehreren Standorten Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind oder Opfer von Gewalt wurden. Neben der überregionalen politischen Lobbyarbeit für den Kinderschutz setzt sich ALIT in den Dorfgemeinschaften mit Kultur, Sport und Bildung für die Stärkung von Kindern ein. In von ALIT organisierten Präventionskursen lernen junge Menschen, was sie stark macht: Zusammenhalt, Freundschaften, zuverlässige Beziehungen und respektvolle Kommunikation. Sie lernen auch, wie sie sich besser schützen können. Die ALIT-Stiftung arbeitet eng mit Eltern, Lehrern und anderen Bezugspersonen der Mädchen und Jungen zusammen. Denn Kinder können zwar gestärkt werden, aber die Verantwortung für ihren Schutz liegt bei den Erwachsenen.
So wirkt die Sternsingeraktion
Die Aktion Dreikönigssingen 2023 bringt den Sternsingern nahe, dass Kinder überall auf der Welt ein Recht auf Schutz haben – im Beispielland Indonesien genauso wie in Deutschland. Und sie macht deutlich, dass es Aufgabe der Erwachsenen ist, dieses Kinderrecht einzufordern und zu gewährleisten. Die Aktion zeigt, wie die Sternsinger mit ihrem Engagement dazu beitragen, den Kinderschutz und die Kinderrechte weltweit zu fördern und auch in Deutschland auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.
Jedes Jahr stehen ein Thema und Beispielprojekte aus einer Region exemplarisch im Mittelpunkt der pädagogischen Materialien zur Vorbereitung auf die Aktion Dreikönigssingen. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund 100 Ländern weltweit.
Quelle: sternsinger.de, In: Pfarrbriefservice.de

St. Georg Bachern &
St. Philipp und Walburga Rohrbach

Heilig Kreuz Eurasburg

St. Peter und Paul Rehrosbach &
St. Laurentius Rinnenthal

St. Michael Ottmaring

St. Johannes Baptist Paar

St. Antonius von Padua Freienried
Impulse zur Fastenzeit

Einen guten Start –
Wir legen morgen gemeinsam los!
